Ziele erreichen mit Interim Management

Von |2017-12-18T16:09:50+00:0027. September 2017|

Ein Gebiet, dass ebenso wichtig wie sträflich vernachlässigt ist, ist die richtige, strategische Planung von Zielen. Oft finden wir hier großteils vektorale Ziele, die „nur“ eine Richtung angeben, anstelle von operationalen Zielen, die ein bestimmtes, zuvor definiertes Ergebnis verfolgen. „Wir wollen die Kosten senken“ ist kein definitives Ziel. Ein operationales Ziel wäre „Wir wollen 2016 auf dem Gebiet X unsere Materialkosten um 8 % senken.“ Die strategische Validierung fehlt leider ebenfalls häufig.

Wie plant man Ziele?

Aber wie findet und plant man Ziele überhaupt? Zwei grundsätzliche Zugänge sind obligat: Einerseits die Auffindung von Schwachstellen. Je größer die Schwachstelle, desto größer auch das Potenzial, dass sich eröffnet, wenn man die entsprechende Schwachstelle adressiert. Die zweite Möglichkeit ist die Entdeckung von Chancen. Man nimmt an, dass Chancen der einzige Faktor sind, der an Wichtigkeit die Bekämpfung von Schwachstellen sogar noch überwiegt. Und Chancen finden sich häufig in der konzentrierten Vertiefung vorhandener Stärken.
Die strategische Zielfindung, kurz zusammengefasst: Welche Chancen habe ich, welche Schwachstellen blockieren mich? Zweifellos wird es in den meisten Unternehmungen Ansatzpunkte zur Genüge geben. Hier ist das Management gefragt: Welche Ziele sind am erfolgversprechendsten?

Das Management verwandelt Ideen in Handlungen

Wichtig dafür ist, dass die Ziele auf einen gemeinsamen Nenner zurückführbar sind. Dieser gemeinsame Nenner muss beinhalten, wie man sich den weiteren Werdegang des Unternehmens unter Berücksichtigung der aktuellen Situation und einer möglichst klaren Einschätzung der künftigen Entwicklungen vorstellt. Diese mehr oder weniger abstrakten Ideen muss das Management dann in konkrete Handlungen übertragen. Vor allem, wenn diese Handlungen und Ideen Veränderungen bringen, ist es wichtig, alle Überlegungen im Kollektiv zu prüfen und gegebenenfalls abzuändern. Wenn die Belegschaft beteiligt ist, schafft man ein grundlegendes und gemeinsames Verständnis, mit dem die Mitarbeiter sich identifizieren können.
Bestenfalls werden solche Leitbilder auch schriftlich ausgefertigt. Eine Vision unterstützt dabei, solche gemeinsame Ideen zu verbreiten und zu inkorporieren. Leider werden auch diese Leitbilder recht selten ausformuliert.

Umsetzung mit Interim Managern

Interim Manager scheinen prädestiniert dafür, aus solchen vektoralen Zielen dann operationale zu machen. Sie erarbeiten und quantifizieren, zusammen mit den Vertretern der Kundenunternehmen, genaue Leitlinien und Handlungsanweisungen, die das Unternehmen dabei unterstützen, seine Visionen auch tatsächlich umsetzen zu können. Interim Manager arbeiten nicht nach ungefähren Maßgaben, die Art ihres Einsatzes macht es nötig, klare, transparente und messbare Ziele anzupeilen. Die Kundenunternehmen wollen üblicherweise möglichst bald Erfolgsnachweise, die liefert der Interim Manager, indem er zuvor genau klärt, was überhaupt wofür getan werden soll. Interim Manager sind Spezialisten im Umsetzen, und je genauer eine Firma weiß, wo sie hin will, desto besser klappt es auch mit der Umsetzung.

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Über den Autor:

Dipl.-Kfm. Siegfried Lettmann ist Executive Interim Manager (DDIM) mit Schwerpunkt „Geschäftsentwicklung in Familienunternehmen“. Er übernimmt temporär Führungsfunktionen in Unternehmensleitung sowie Vertrieb und Marketing mit Fokus auf Wachstum, Renditemanagement und Organisationseffizienz. Für seine Mandate ist er bereits mit dem Constantinus Award ausgezeichnet worden und hat die Zusatzqualifikationen „Certified Management Consultant (CMC)“ sowie „Interim Executive (EBS)“ erworben. Herr Lettmann hat langjährige Fach- und Führungserfahrung in Geschäftsleitung und internationalem Vertrieb und Marketing in bekannten Markenunternehmen wie zum Beispiel Miele und Kärcher. Mehr Informationen zu Siegfried Lettmann hier.